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Damen I - Milkau

Mit gemischten Gefühlen machten wir uns auf den Weg nach Milkau zum Auswärtsspiel, waren wir uns doch vorab dem kommenden Lärmpegel bereits bewusst.


Bevor vor die Halle als Spielerinnen betreten durften, war es an uns, das Spiel Milkau gegen die L.O. Volleys zu pfeifen.

Schon früh im Spiel kam es von Seiten der Gastgeberinnen zu Diskussionen und Kommentaren gegenüber unserem Schiedsgericht. Zunächst konnten diese Situationen noch ruhig geklärt werden, im weiteren Verlauf häuften sich jedoch kritische und teils respektlos wirkende Äußerungen.

Kurz vor Ende des ersten Spiels bat die erste Schiedsrichterin die Kapitänin von Milkau um eine etwas ruhigere Kommunikation. Die Reaktion darauf wurde als wenig einsichtig wahrgenommen, zudem wurde eine Erläuterung zur Regelauslegung nicht weiter angenommen. In der Folge wurde eine Gelbe Karte ausgesprochen.

Aus unserer Sicht ist die emotionale und lautstarke Art von Milkau inzwischen ligaweit bekannt. Entsprechend ist die Atmosphäre in Spielen gegen diese Mannschaft oft besonders intensiv.


In unserem anschließenden Spiel fanden wir selbst gut hinein. Unsere Mannschaft zeigte starke Aktionen im Angriff und in der Defensive, die Stimmung auf dem Feld war positiv und der Einsatz in den ersten beiden Sätzen sehr hoch. Auch wenn in der Berichterstattung Milkaus von einem klaren Sieg die Rede war, gingen die ersten beiden Sätze mit 23:25 und 24:26 nur knapp verloren. Im dritten Satz ließ die Konzentration etwas nach und nicht mehr alle Aktionen gelangen so konsequent wie zuvor.

Am Ende mussten wir uns geschlagen geben, waren aber dennoch zufrieden mit unserer Leistung und froh, die Heimreise antreten zu können.



Abschließend noch ein kurzer Hinweis zur Regelauslegung und zum Verhalten auf dem Spielfeld:

In den offiziellen Volleyballregeln 2025–2028 heißt es unter Kapitel 20.1 „Sportliches Verhalten“, dass Entscheidungen der Schiedsrichter in sportlichem Geist akzeptiert werden sollen und nur der Spielkapitän eine Erläuterung verlangen darf. Dies war in der beschriebenen Situation auch der Fall. Unterschiedliche Auffassungen gehören zum Sport dazu, dennoch wünschen wir uns einen respektvollen Umgang miteinander.


Auch Kapitel 20.2 „Fair Play“ betont den respektvollen und höflichen Umgang aller Beteiligten – gegenüber Schiedsrichtern, Gegnern, Mitspielern und Zuschauern. Emotionen und Lautstärke gehören selbstverständlich zu einem Volleyballspiel in einer stimmungsvollen Halle dazu. Entscheidend ist jedoch, wie miteinander kommuniziert wird und dass gegenseitiger Respekt jederzeit gewahrt bleibt.

Denn am Ende sollte der sportliche Wettbewerb im Mittelpunkt stehen – intensive Spiele eingeschlossen.

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