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Damen I - Stadtderby

Geschwächter hätten wir in dieses Stadtderby kaum starten können. Gleich drei unserer Stammkräfte fehlten weiterhin verletzungsbedingt, zwei weitere Spielerinnen lagen die gesamte Woche krank im Bett. Entsprechend schwierig waren die Voraussetzungen für dieses emotionale Auswärtsspiel von Beginn an – und genau das machte sich früh bemerkbar.


Wir fanden nur schwer in die Partie. Die Annahme war zu unsauber, um unser Spiel konsequent aufzubauen, im Block fehlte oft die letzte Abstimmung und im Angriff konnten wir nicht die Durchschlagskraft entwickeln, die es gegen diesen Gegner gebraucht hätte. So mussten wir den ersten Satz mit 20:25 abgeben.


Im zweiten Durchgang versuchten wir, mehr Stabilität und Ruhe in unser Spiel zu bringen, doch immer wieder brachten uns Eigenfehler aus dem Rhythmus. Der Gegner präsentierte sich ungewohnt sicher, nutzte unsere Schwächen konsequent aus und ließ sich von der lautstarken Unterstützung der heimischen Fans – inklusive der nicht zu überhörenden Trommeln – zusätzlich tragen. Auch dieser Satz ging mit 19:25 verloren.


Im dritten Satz zeigten wir schließlich Moral. Wir kämpften um jeden Ball, hielten lange mit und waren bis zum Ende auf Augenhöhe. Doch erneut fehlte in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz, sodass auch dieser Durchgang denkbar knapp mit 23:25 an den Gastgeber ging.


Am Ende stand eine 0:3-Niederlage im Stadtderby – der erste Sieg des Gegners gegen uns seit langer Zeit. Ein bitterer Nachmittag, besonders angesichts der Umstände, der uns jedoch auch zeigt, woran wir arbeiten müssen. Jetzt heißt es: Mund abputzen, Kräfte sammeln und den Blick nach vorne richten.