Am heutigen Heimspieltag empfingen wir die LO Volleys sowie den SV Union Milkau. Für uns waren es zwei intensive, emotionale und am Ende äußerst lehrreiche Partien.
Spiel 1: SV Siltronic Freiberg – LO Volleys (3:0)
25:11 / 25:20 / 25:19
Unser erstes Spiel gegen die LO Volleys konnten wir souverän gestalten. Bereits im ersten Satz mussten wir jedoch einen Schreckmoment verkraften: Unsere Außenangreiferin Linda verletzte sich am Knie und konnte nicht weiterspielen. An dieser Stelle ein großer Dank an unsere Jugendspielerin Annalena, die ohne Zögern einsprang und eine starke, sehr abgeklärte Leistung zeigte.
Trotz der frühen Unruhe fanden wir schnell zu unserem Spiel. Stabile Annahmen, druckvolle Aufschläge und sichere Angriffe prägten die Partie. Obwohl wir die LO Volleys keinesfalls unterschätzt haben – sie gelten als kämpferisch und unbequem – konnten wir das Match über weite Strecken kontrollieren und verdient mit 3:0 gewinnen.
Spiel 2: SV Siltronic Freiberg – SV Union Milkau (2:3)
Das zweite Spiel entwickelte sich zu einem echten Nerven- und Mentalduell.
Satz 1 – holpriger Start, knapper Sieg
Wir begannen solide, aber nicht konsequent genug im Angriff. Die Annahme war wacklig, dennoch rangen wir Milkau den Satz mit 25:22 ab.
Satz 2 – verschlafener Beginn
Der Start in Satz zwei ging komplett daneben. Erneut fehlte die Präzision in der Annahme, wodurch Milkau ins Rollen kam. Satzverlust 20:25.
Satz 3 – schwierige Phase
Der dritte Satz lief aus unserer Sicht gar nicht zusammen. Fehler, fehlende Lösungen – und ein immer lauter werdendes Umfeld auf der Gegenseite. Die Fans aus Milkau zeigten sich äußerst…
engagiert. Die Lautstärke erreichte beeindruckende – für manche Ohren vielleicht sehr beeindruckende – Pegel. Auch einige Sprüche vom Fanblock
waren eher unglücklicher Natur und trugen nicht gerade zu einer entspannten Atmosphäre bei.
Satz drei ging 13:25 an Milkau.
Satz 4 – unsere Antwort
Angefeuert – oder vielleicht auch angestachelt – durch die Reaktionen von der Tribüne, drehten wir den Spieß um. Plötzlich war Druck da, Energie, Teamgeist pur. Wir spielten erstmals an diesem Tag in allen Elementen konsequent, dominierten deutlich und gewannen mit 25:13.
Tiebreak – Sieg knapp verpasst
Im Entscheidungssatz zeigte sich dann, dass uns nach dem langen Spieltag etwas mentale und vielleicht auch konditionelle Frische fehlte. Milkau hatte die besseren Antworten und gewann den Tiebreak 15:10.
Nach dem Spiel kam es zu weiteren Diskussionen seitens Milkau rund um das Spielprotokoll. Eine Eintragung zu auffälligem Verhalten einer Milkauer Spielerin wurde nicht akzeptiert, wodurch – wie schon häufiger – der Staffelleiter eingeschaltet werden musste. Dieser bestätigte die Schiedsrichterentscheidung und ließ das Protokoll mit den entsprechenden Bemerkungen hochladen.
Sportlich bleibt festzuhalten: Milkau spielt stark, emotional und mit viel Druck – auf dem Feld wie daneben. Manchmal vielleicht etwas zu viel Druck, wenn es um den Umgang mit Entscheidungen geht. Das ist schade, denn Volleyball lebt von Fairness und Freude am Sport.
Ein erfolgreicher 3:0-Start, eine Achterbahnfahrt gegen Milkau und am Ende ein gebrauchter Tiebreak.
Wir nehmen viel mit: starke Momente, wichtige Lerneffekte und vor allem den Teamgeist, der uns im vierten Satz des zweiten Spiels getragen hat.
Gute Besserung an Linda!








